Michael Wolf: The Real Toy Story

Das Magazin der Deichtorhallen Hamburg //

Anlässlich der Ausstellung Michael Wolf Life in Cities

„Spielzeuge sind ein großes Thema in der Kunstgeschichte. Marcel Duchamp öffnete für sie alle Türen und Tore. Seine Erfindung des Ready-Mades machte es möglich, industriell hergestellte Alltagsgegenstände in den Ausstellungskontext einzubringen, entweder allein oder in einem Arrangement mit weiteren Objekten, künstlerisch bearbeitet oder pur aus der Fabrik. Zwar benutzte Duchamp keine Spielzeuge, sondern Flaschentrockner und Urinbecken, jedoch griffen eine ganze Reihe andere Künstler auf die kindlichen Objekte zurück. Annette Messager, Mike Kelley oder Gelitin benutzten Stofftiere für ihre Installationen. Die Chapman Brothers bauten mit Spielfiguren Kriege und menschliche Höllenszenarien nach. Florentijn Hofman ließ ein riesiges Badeentchen in Hongkongs Hafen schwimmen und Jeff Koons adaptierte die Form von Ballonhunden, um überdimensional große und luxuriöse Sammlerstücke zu kreieren.

Auch Michael Wolf ließe sich auf den ersten Blick in diese Reihe einordnen. Seine Arbeit The Real Toy Story besteht aus großen Wandinstallationen, auf denen er in einer Länge von 23 Metern und einer Höhe von 4,5 Metern einen dichten Teppich aus Fotos und über 20.000 Spielzeugen »made in China« arrangiert.“
Zum ganzen Artikel: https://www.deichtorhallen.de/halle4/wimmelbild-aus-augen

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