Hartz IV als Kunststipendium ?!

Kunstzeitung // Berlin – Arm, aber sexy!

Ich schrieb über das Leben von Kreativschaffenden, die Hartz IV beziehen und sprach mit Jochem Visser, Parteivorstandsmitglied bei Die Linke.  Hauptprotagonist der Geschichte ist der Maler Samuel Wiesemann.

„Das Logo der Agentur für Arbeit hängt an seinen Bildprotagonisten wie ein heruntergefallener Heiligenschein. Wiesemann kann von seiner Kunst nicht leben, steht aber trotzdem jeden Tag in seinem Wohnatelier und leistet seine Arbeitsstunden ab wie andere auch. „Ich habe sogar zwei Jobs“, sagt er, „als Künstler und als Hartz IV-Empfänger“, denn die amtlichen Termine und die Formulararbeit nähmen sehr viel Zeit in Anspruch, Freizeit sei rar, Urlaub undenkbar. Sein „Arbeitgeber“, so nennt Wiesemann das Jobcenter, gestatte ihm 100 Euro im Monat für Malbedarf auszugeben. „

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