art Starter: Okka-Esther Hungerbühler

art das Kunstmagazin – Starter //

… „Eingebaut sind Bewegungskameras, die den Blickkontakt des Betrachters aufspüren und den kinetischen Werkmoment steuern. So öffnen sich die Blüten wie hungrige Fleischfresser oder lassen die Eselskulptur wie Orpheus zurück schauen. In der Installation arrangiert Hungerbühler die von ihr so genannten Hilfsskulpturen um die Hauptakteure herum. Dies sind kleine Plastiken ohne Technik und heißen beispielsweise „Schneesturm“, „Eisberg“ oder „Vögel“. „Sie helfen den anderen“, erklärt die Künstlerin, zum Beispiel beim Aufbau der richtigen Atmosphäre.

Mehrere abstrakte Figurengruppen sind als Follower ausgezeichnet. Ihr Verhältnis untereinander beschreibt sie so: Der eine liebt den nächsten, der wiederum liebt den übernächsten und dieser wieder den anderen – So folgen sich alle! Was Hungerbühlers Skulpturen so faszinierend macht, ist der besondere Mix aus kindlicher Phantasie und zeitgenössischer Formsprache. Die Assoziationen einiger archaischer Kopfskulpturen können demnach auch schon mal zwischen eingewickelten Pferdehäuptern oder minimalistischer Abstraktion schwanken. „….

erschienen in: art das Kunstmagazin, Juli, 2018

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